Wer heute Morgen auf die Kurstafeln geblickt hat, traute seinen Augen kaum: Siemens Energy hat mit seinen brandaktuellen Quartalszahlen ein wahres Beben im DAX ausgelöst. Während Tech-Giganten im Silicon Valley teils schwächeln, verdreifacht der Münchner Energieriese seinen Gewinn auf satte 746 Millionen Euro. Die Aktie schoss nach der Meldung auf ein neues Allzeithoch – ein klarer Beweis dafür, dass Energie im Jahr 2026 das „Spielfeld der Giganten“ an der Börse ist.
Rekorde, Rekorde, Rekorde
Die Zahlen von Siemens Energy sprechen eine deutliche Sprache: Ein Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro zeigt, dass die Welt nach Technologie dürstet, die Strom produziert und verteilt. Vor allem das Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik brummt wie nie zuvor. Es ist die Rache der Realwirtschaft: Ohne die massiven Transformatoren und Turbinen von Siemens Energy bleibt jede Vision einer digitalisierten Welt nur ein theoretisches Konstrukt.
Der unstillbare Hunger der KI
Warum ist das Thema gerade jetzt so „heiß“? Der größte Treiber ist die Künstliche Intelligenz. Ein modernes KI-Rechenzentrum verbraucht heute so viel Energie wie eine mittelgroße Stadt. Anleger haben begriffen: Wer die Schaufeln für den Goldrausch (Chips) liefert, ist gut – wer aber den Strom liefert, damit die Schaufeln überhaupt graben können, ist strategisch unverzichtbar. Energieunternehmen sind die heimlichen Dirigenten der KI-Revolution.
Renaissance und Infrastruktur
Neben Gas und Netzen erlebt auch die Kernkraft eine Renaissance. Tech-Größen wie Microsoft investieren Milliarden in CO2-freie Grundlast, was Uran-Aktien und Reaktor-Spezialisten beflügelt. Gleichzeitig wird der Ausbau der Stromnetze zum neuen Billionen-Markt. Jedes Kabel, das ein Rechenzentrum mit sauberer Energie verbindet, ist bares Geld wert.
Herzlichst
Ihr Jörg Mahnert
