21. Februar 2026

Die Renaissance der Klassik: Einstieg in Point & Figure

Point & Figure ist keine kurzlebige Modeerscheinung der Trading-Szene, sondern eine der ältesten und präzisesten Methoden der technischen Analyse. Während moderne Trader oft von blinkenden Indikatoren und überladenen Charts überflutet werden, besinnt sich Point & Figure auf das absolute Fundament: die reine Preisbewegung. Hier zählt nicht, wie lange eine Bewegung dauert, sondern wie kraftvoll sie ist.

Zeit ist relativ, der Preis ist alles

Der entscheidende Vorteil gegenüber herkömmlichen Kerzencharts ist die Eliminierung der Zeitachse. In einem Point & Figure Chart bewegt sich die Grafik nur dann, wenn sich auch der Preis signifikant verändert. Das bedeutet für Sie: In Phasen quälender Seitwärtsbewegungen passiert im Chart absolut nichts. Das nervöse „Rauschen“ des Marktes wird effektiv gefiltert, was Ihnen eine fast schon stoische Gelassenheit beim Betrachten der Kurse verleiht.

Die einfache Sprache von X und O

Die Darstellung erfolgt in übersichtlichen Spalten aus X und O. Ein X symbolisiert steigende Kurse, während ein O fallende Preise markiert. Diese klare Visualisierung erlaubt es Ihnen, auf einen Blick zu erfassen, wer gerade die Oberhand am Markt hat – die Bullen oder die Bären. Jedes Symbol repräsentiert dabei eine vordefinierte Preiseinheit, die sogenannte Box-Größe, die als Filter für die Volatilität dient.

Warum Point & Figure heute wichtiger ist denn je

In einer Ära des Hochfrequenzhandels bietet diese Methode eine strategische Klarheit, die ihresgleichen sucht. Durch die feste Struktur lassen sich Unterstützungen, Widerstände und Trends weitaus objektiver bestimmen als bei vielen anderen Chartvarianten. Es ist das ideale Werkzeug für Investoren, die sich nicht von kurzfristigen Schwankungen aus der Ruhe bringen lassen wollen und stattdessen auf der Suche nach den wirklich großen Marktbewegungen sind. Mit Point & Figure wechseln Sie von der defensiven Beobachtung in eine proaktive Analyseposition.