Gold: Trumps Zölle werden es noch mehr befeuern!

Liebe Leserin, lieber Leser,

da haben viele Analysten wahrscheinlich erstaunt geguckt, als Trump Zölle in Höhe von 25% (!) gegen Kanada und Mexiko in Kraft gesetzt hat. China kam mit 10% sogar noch recht gut weg. Weitere Zölle vor allem gegen die EU sollen zeitnah folgen. Natürlich war niemand überrascht, dass Zölle verhängt wurden. Schließlich hat der aktuelle US-Präsident diese mit großer Geste sehr oft im Wahlkamp angekündigt. Aber die 25% sind schon eine Hausnummer. So steht zu befürchten, dass auch die EU nicht viel besser wegkommen wird.

Trump hatte einen Plan

Das „stabile Genie“, wie er sich gerne selbst bezeichnet, geht davon aus, dass diese Zölle Amerika nützen werden. Da hat er im ersten Moment auch nicht unrecht. Schließlich werden die inländischen Unternehmen vor der „lästigen“ ausländischen Konkurrenz geschützt. Denn die Zölle werden an die Verbraucher weitergegeben, was die Preise für die Produkte stark erhöht. Diese werden dann unattraktiver und die Kunden wenden sich den inländischen Produkten zu. Das ist der Plan. Aber es gibt einen gewaltigen Haken, den auch Trump wohl schon bemerkt hat. Sonst hätte er die Amerikaner nicht darüber informiert, dass es jetzt für sie härter wird.

Zölle fördern die Inflation

Im ersten Schritt werden die Importwaren teurer. Das alleine treibt die Inflation. Aber es kommt noch schlimmer. Die inländischen Konkurrenten werden sicherlich ihre Preise ebenfalls anheben. Das wird zwar weniger sein, als die erzwungene Preissteigerung bei den Importwaren, dennoch treibt auch das die Inflation. Und es gibt Produkte, die der Verbraucher überhaupt nicht vermeiden kann. So kommt ein großer Teil der in den USA verbrauchten Früchte und Gemüsesorten aus Mexiko. Und die sind auf einen Schlag um 25% teurer geworden.

Wussten Sie, dass die Hälfte der Ölimporte in die USA aus Kanada kommen? Und die sind nun auch um mit 10% Zoll belegt. Die 25% gelten nicht für Energie.

Das ist kein reines Problem der USA

Die von den US-Zöllen betroffenen Länder reagieren wie bereits Kanada und Mexiko mit „Gegenzöllen“ und importieren sich ebenfalls Inflation. Damit ist die optimale Gemegelage für Gold bereitet. Spätestens wenn die EU und China mit Gegenzöllen reagieren, haben wir ein fast weltweites Inflationsproblem.

Gold profitiert massiv von der Geldentwertung

Das gelbe Edelmetall hat bereits einen wahren Sturmlauf hinter sich. In den vergangenen 12 Monaten konnte der Goldpreis bereits um +38,2% auf USD-Basis zulegen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich der Preisanstieg des Goldes nun noch weiter beschleunigen.

Gold im Point&Figure-Chartcheck: Kurziel 4390 USD!

Der Blick auf den Point&Figure-Chart von Gold bestätigt die oben aufgeführten Überlegungen.

Gold-Chart vom 3.2.2025
Gold im Kaufsignal mit dem Kursziel von 4390 USD pro Feinunze

Ich schreibe es mit der gebotenen Skepsis, kann aber das aktuell gültige, aktivierte und bestätigte Kursziel von 4390 (!) USD pro Feinunze nicht verschweigen.

Dieses gigantische Ziel ist erst dann hinfällig, wenn der Goldpreis unter 2500 USD fallen sollte. Aus diesen beiden Marken, also 4390 USD als Ziel und 2500 USD als Stopp ergibt sich ein fantastisch gutes Chance-Risiko-Verhältnis von 1580 USD bis zum Ziel und nur 310 USD bis zum Stopp. Gekürzt sind das rund 5:1!

Ich werde also meine Goldposition erneut aufstocken!

Ihr Jörg Mahnert