Am 19. Februar 2026 setzte Donald Trump an Bord der Air Force One eine dramatische Frist: Dem Iran bleiben nur 10 bis 15 Tage, um einem „bedeutenden Deal“ zuzustimmen. Ohne eine Einigung in diesem extrem kurzen Zeitfenster droht Trump mit einem „sehr anderen Weg“.
Hinter dieser Rhetorik steckt die Strategie des Maximum Pressure 2.0. Trump will Teheran nicht nur an den Verhandlungstisch zwingen, sondern fordert den vollständigen Verzicht auf Urananreicherung, das Ende des Raketenprogramms und die Einstellung der Unterstützung für regionale Stellvertreter wie die Hisbollah und die Huthis.
Die militärische Schlagkraft: Carrier im Anmarsch
Dass es sich bei den Drohungen nicht nur um einen klassischen „Trump-Bluff“ handelt, zeigt die massive Truppenkonzentration in der Golfregion. Die USS Abraham Lincoln ist bereits vor Ort, und Trump hat bestätigt, dass die USS Gerald R. Ford – der modernste Flugzeugträger der USA – ebenfalls in Richtung Iran beordert wurde.
Berichte aus dem Pentagon deuten darauf hin, dass das US-Militär bereits konkrete Pläne für eine wochenlange Militäroperation ausgearbeitet hat. Es wird spekuliert, dass zunächst begrenzte Schläge gegen Atomanlagen und Infrastruktur erfolgen könnten, falls die Diplomatie in Genf scheitert.
Januar 2026: Ein Regime unter Druck
Ein entscheidender Faktor für die aktuelle Eskalation ist die instabile Lage innerhalb des Irans. Nach brutalen Niederschlagungen von Massenprotesten im Januar 2026, bei denen schätzungsweise über 6.300 Menschen getötet wurden, sieht Trump die iranische Führung als massiv geschwächt an.
In Washington wächst der Flügel derer, die einen Machtwechsel (Regime Change) für die einzige langfristige Lösung halten. Trump selbst bezeichnete einen Regierungswechsel in Teheran jüngst als „wünschenswert“. Die Hoffnung der Falken: Ein gezielter militärischer Druck könnte das instabile System zum Einsturz bringen.
Israel und die nukleare „Rote Linie“
Auch Israel spielt in diesem geopolitischen Thriller eine Hauptrolle. Nach dem sogenannten Zwölftagekrieg im Juni 2025, in dem israelische und US-amerikanische Jets iranische Atomanlagen angriffen, ist das iranische Programm zwar beschädigt, aber nicht gestoppt.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu drängt die USA bei den aktuellen Gesprächen in Washington zu einer harten Haltung. Aus israelischen Sicherheitskreisen heißt es, ein Krieg sei „unvermeidlich“, da Teheran in den Atomgesprächen keine echten Zugeständnisse mache.
Wahrscheinlichkeit: 90 Prozent oder alles nur Show?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit nun wirklich? Ein Trump-Berater wurde jüngst mit der Aussage zitiert, die Chance auf Kampfhandlungen liege bei 90 Prozent. Der Ölpreis reagiert bereits nervös und gibt deutliche Signale für einen bevorstehenden Angriff.
Dennoch bleibt eine Restchance für die Diplomatie. Trump liebt den Ruf als „Dealmaker“. Die Ernennung seines Schwiegersohns Jared Kushner und des Sondergesandten Steve Witkoff für die Verhandlungen zeigt, dass er zumindest die Tür für ein „Großes Abkommen“ einen Spalt breit offenlässt.
Fazit für 2026: Wir befinden uns in der kritischsten Phase seit Beginn der Krise. Das Ultimatum läuft Anfang März aus. Sollte Teheran nicht einknicken, scheint ein begrenzter Militärschlag der USA oder Israels die wahrscheinlichste Folge zu sein.
